Das Geld liegt doch im Keller

Passend zu meinem Artikel lief am Sonntag auf Sky Cinema der Spielfilm „Money Monster“. Wall-Street-Guru Lee Gates gespielt von George Clooney, empfiehlt in seiner gleichnamigen TV-Finanzshow den Zuschauern in profitablen Unternehmen zu investieren. Das neue Sparbuch sind heute Aktien um sein Geld zu vermehren – es besteht jedoch auch ein Risiko es zu verlieren. Aktien können wir getrost links liegen lassen. Wir sammeln lieber Windeln.

Irgendwie kommt es mir wie ein Déjà-vu vor. Mein Artikel „Das Geschäft mit alten Windeln“ ist noch nicht so lange her. Wir erinnern uns, das weder ein Expertenwissen noch eine große Investitionssumme vonnöten ist, um mit alten Windeln – vorzugsweise Babywindeln aus den 50er bis 90er Jahre, richtig viel Geld zu verdienen. Man benötigt lediglich etwas Platz. Wie ein guter Käse müssen auch Windeln reifen. Je älter das Produktionsjahr, desto mehr Geld kann man erzielen.

Auch wenn es keine hundertprozentige Garantie ist alte Babywindeln in Geld zu verwandeln, beeindruckt es mich immer wieder, wie viel Geld manche Sammler bereit sind zu zahlen. Ich habe schon einige Auktionen beobachtet. Die am Sonntagabend auf eBay endete, hat wohl den Vogel abgeschossen. Anders kann man es wohl nicht ausdrücken. Stolze 1.010 Euro war es ein Sammler Wert für lediglich 58 Babywindeln, davon 49 in Plastikfolie, 7 mit textilähnlicher Oberfläche und 2 Pull-Ups auf den Tisch zu legen.

Zu der Auktion gehören verschiedene Babywindeln in Größe 5 und 6 sowie kleine Größen. Die Windeln stammen von Anfang der 80er bis Ende 90er Jahre und sind von gängigen Herstellern wie Pampers, Luvs, Fixies, Moltex. So eine Sammlung in seinem Bestand zu haben hat natürlich seinen Reiz. Aber dafür 1.010 Euro auszugeben, also umgerechnet 17,41 Euro pro Windel wäre für mich doch etwas zu viel. Obwohl ich meine Windeln entdeckt habe, die ich als Baby früher getragen hatte.

Klar, mit Aktien lässt sich natürlich auch problemlos Geld scheffeln. Jedoch benötigt man ein Expertenwissen und muss aufs richtige Pferd setzen. Die Aktionäre von Apple haben es damals beim Börsengang richtiggemacht. Billig gekauft und zu einem teuren Kurs später Verkauft. Das es auch mit Windeln möglich ist, sieht man immer wieder. Es ist also kein Einzelfall.